Besuch im Rathaus

Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Pondorf unternahmen vor kurzem einen Ausflug ins Altmannsteiner Rathaus. Im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichtes nehmen die Kinder mit Rektorin und Klassenlehrerin Andrea Gerth gerade die Themen rund um die Kommunalpolitik durch. So lag es auch nahe, sich das Rathaus und die Aufgaben einer Gemeinde einmal etwas näher anzusehen. Bürgermeister Norbert Hummel (CSU) empfing die Abordnung der Grundschule und führte sie durch das Rathaus. Im Sitzungsaal konnten die Kinder Fragen zum Amt des Bürgermeisters oder rund um die Aufgaben der Gemeinde stellen. „Warum ist das Rathaus so groß?“ wollte eine Schülerin wissen. Hummel sagte dazu, dass das Gebäude schon 125 Jahre alt ist und früher mal eine Schule war. Neben den Klassenzimmern gab es auch Lehrerwohnungen, den Bürgersaal sowie ein Büro für den Bürgermeister. „Wie viele Ämter gibt es in der Gemeinde?“ Hummel zählte das Standesamt, das Einwohnermeldeamt, die Kämmerei, das Bauamt sowie das Haupt- oder Ordnungsamt auf. Er erläuterte dazu auch die wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Ämter. „Was ist der Unterschied zwischen einem Bürgermeister und einem Oberbürgermeister?“ war eine weitere Frage aus der Schülerschar. Bei großen Städten gehört zu den Aufgaben auch ein Amt für Baugenehmigungen. Dann trägt der dortige Rathauschef auch den Titel Oberbürgermeister. „Warum gibt es im Sitzungsaal so viele Stühle?“ Je nach Einwohnerzahl gibt es eine festgelegte Anzahl von Gemeinderäten. Zwischen 5000 und 10000 Einwohnern sind das 20 Personen. Dazu kommen in Altmannstein noch drei Ortssprecher. Die Sitzungen leiten der Bürgermeister und der Geschäftsführer. Weitere Stühle gibt es für Besucher, die am öffentlichen Teil der Sitzungen teilnehmen dürfen. Auch für die Presse ist ein eigner Platz im Sitzungssaal reserviert. Hummel holte dann die beiden goldenen Bücher von Altmannstein und zeigte den Kindern die Eintragungen. Ein Buch beinhaltet die Widmungen von bekannten Personen wie Politikern oder Bischöfen. In das zweite Buch dürfen sich die erfolgreichen Sportler der Großgemeinde eintragen. Darin finden sich Sportarten wie Schießen, Stockschießen, Fußball, Showtanz oder Taekwondo. Auf der Runde durch das Rathaus ging es zunächst ins Fundbüro. Von Handys über Kleidungsstücke, einer Drohne bis hin zu einem Autoschlüssel wurde so manches gefunden und im Rathaus abgegeben. Im Standesamt durften die Kinder dann auch alte Bücher ansehen und konnten Einträge bis ins Jahr 1876 einsehen. Im Anschluss ging es in das Einwohnermeldeamt. Hier konnten die Kinder ihre Passfotos sehen, die ihre Eltern für ihre Ausweise bei der Gemeinde eingereicht haben. Im Bürgersaal erläuterte Nobert Hummel anhand des Wandgemäldes wie Altmannstein früher ausgesehen hat. Hummel ging auch auf die beiden berühmten Altmannsteiner Söhne den Bildhauer Ignaz Günther und den Komponisten Johann Simon Mayr etwas näher ein. Nach gut einer Stunde ging es mit dem Bus wieder zurück nach Pondorf. 
 

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Veröffentlichung

Mo, 27. Oktober 2025

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